Überblick über die Die Roadmap für Symfony

Im November wagt das Framework Symfony den Sprung zu einer neuen Hauptversion. 3.0 löst 2.7 (welches noch bis Mai 2018 supportet wird) ab und wird mindestens PHP 5.5 benötigen. Weil Projektmanager oftmals eher sorgenvoll auf neue major releases blicken, verspricht der CEO von Symfony: Es wird keine Revolution geben.

Was ändert sich mit Version 3.0?

Die Veränderungen sind überschaubar und dienen zumeist dem Zweck, das Framework aufzuräumen und zu stabilisieren. Ein Hauptteil der neuen Features wurde bereits in Version 2.7 eingeführt und ist hinlänglich bekannt. Lediglich Neuerungen, die die Rückwärtskompabilität nicht einhalten können, kommen mit dem 3.0-Release. Grundsätzlich gilt: Die Low-Level Architektur ändert sich nicht. Symfony wird an einigen Stellen jedoch architektonisch bereinigt: Gewohnte console methods wie Table-, Dialog- oder ProgressHelper weichen neueren, besseren Alternativen. PSR-3 als neuer Standard lässt das alte LoggerInterface weichen und ist eine der Neuerungen, die den Code wiederverwendbarer machen sollen – zu genau diesem Zweck wird HttpKernel in mehrere kleinere Komponenten zersplittert.

Die neue directory structure

Die Verzeichnisstruktur wurde getreu dem Vorsatz, nichts von Grund auf zu verändern, bloß an einigen Stellen gezielt angepasst und dürfte nun für erleichterte Bedienung sorgen. Wichtig ist der neue var Ordner, in dem sich von nun an alle von Symfony schreibbaren Dateien befinden werden. Ziel ist, den gesamten Prozess der Konfiguration auf einen einzigen Befehl zu verschlanken, nämlich write-access zu var zu geben.
Desweiteren befinden sich nun alle executables in demselben Ordner (bin), PHPUnit kann nun ohne Angabe eines Pfades aufgerufen werden und der requirement check wird nun zwingende und optionale environment configurations ausgeben.

Symfony 2.8 als Link zwischen den majors

Zeitgleich zu 3.0 bringt Symfony zusätzlich eine 2.8-Version. Diese soll sicherstellen, dass das Upgrade sanft abläuft und gibt dem Framework die Gelegenheit, trotz des feature-freeze der aktuellen Version neue Features einzuführen und vor allen Dingen bestehende Features für den major release abzulehnen. Als Long Term Release darf 2.8 Entwicklern außerdem die Restsicherheit geben, den Umschwung auf 3.0 einzuleiten.
Während beide Versionen vermutlich vollständige Kompatibilität mit PHP7 erreichen werden, wurde bislang die HHVM-Kompatibilität überhaupt nicht erwähnt, weswegen vorsichtig davon ausgegangen werden sollte, dass diese, wenn überhaupt, erst über Fixes 100 Prozent erreicht.

Die Roadmap für Symfony

3.0 wird nun zum Master-Branch, als erstes LTS-Release ist die 3.2-Version geplant, diese soll im Mai 2017 kommen. Somit werden Entwickler ein Jahr Zeit haben, von 2.8 auf 3.2 umzusteigen. Interessant ist, was im Zusammenhang mit PHP geschehen wird, dessen angepeilte 5.5-Version nur noch bis 2016 Security-Support hat. Ansonsten sollte das Upgrade weitestgehend unkompliziert über die Bühne gehen.

Jakob Alexander Eichler ist selbständiger Webanwendungsentwickler. Seine Kunden berät er technisch, und wenn gewünscht auch darüber hinaus bei der Planung und Umsetzung ihrer Projekte. Er beherscht zahlreiche Programmiersprachen, wie zum Beispiel Java, PHP, Javascript und arbeitet mit aktuellen Frameworks, wie dem ZendFramework, Doctrine 2.0 oder im Javascript-Bereich mit Meteor. Schon während seines Informatik Studiums, an der TU-Darmstadt, engagierte er sich in den Entrepreneurship Clubs im Rhein-Main Gebiet. Wegen seines über die reine Programmierung hinausgehenden unternehmerischen Interesses, das er mit seinem Master Studium: Leadership und Management vertieft, ist er ein optimaler Ansprechpartner für die Umsetzung von Kundenprojekten, die durch eine praxisorientierte statt rein technische Herangehensweise profitieren.
Darüber hinaus ist er Innhaber der Webhosting-Vergleichsportale guter-webhoster.de und guter-webspace.de